European Research Initiative on
Complementary and Alternative Medicine
EURICAM


Mission Statement

Complementary and Alternative Medicine Research
into EU Frameprogram 7


In ganz Europa nehmen immer mehr Menschen mit unterschiedlichen Erkrankungen komplementär- und alternativmedizinische Therapieverfahren in Anspruch. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: Viele wirksame konventionelle Verfahren bringen Nebenwirkungen mit sich, die von Patienten auf lange Sicht nicht in Kauf genommen werden. Manche Patienten finden die angebotenen Verfahren nicht wirksam genug und suchen nach Alternativen. Der gesellschaftliche Trend zu ökologischen und ganzheitlichen Perspektiven veranlasst PatientInnen, nach Therapieverfahren Ausschau zu halten, die mit der eigenen Weltanschauung vereinbar sind.

Weder die Universitäten noch die öffentlichen Forschungsförderer haben bislang adäquat auf diese Volksbewegung reagiert, etwa durch entsprechende Forschungsprogramme oder Lehrstühle, um die Wissensgrundlage für diese Verfahren zu klären. Die Folge ist ein Milieu hitziger Debatten, die auf geringem Wissen basieren und sich in sinnlosen Schulenstreits manifestieren.

Die Europäische Initiative zur Komplementär- und Alternativmedizin - EURICAM wurde ins Leben gerufen, um die Öffentlichkeit auf dieses Defizit aufmerksam zu machen und nationale Regierungen, hauptsächlich aber die Europäische Union dazu zu bewegen Forschungsmittel bereitzustellen und damit entsprechendes Wissen über Komplementär- und Alternativmedizin verfügbar zu machen.

Forscher aus Europa gehörten zu den ersten, die wissenschaftliche Forschungen – ohne oder mit nur geringen Fördermitteln – zu komplementär- und alternativmedizinischen Verfahren begonnen haben. Bis heute wurden nur einige wenige, meist kleine und hauptsächlich private, Förderinitiativen ins Leben gerufen, die finanzielle Mittel für diese Arbeit zur Verfügung stellen. Während in den Vereinigten Staaten innerhalb des National Institutes of Health – NIH (Nationale Gesundheitsforschungszentren der USA) ein nationales Zentrum für Komplementär- und Alternativmedizin (NCCAM) entstanden ist, das mit jährlich ca. 115 Mio. $ gefördert wird, ist in keinem einzelnen europäischen Mitgliedsstaat – und schon gar nicht auf europäischer Ebene – eine vergleichbare Einrichtung in Sicht.

Die Initiatoren von EURICAM meinen, dass öffentliche Bemühungen einzelner Regierungen und der EU als Ganzer auf die Etablierung komplementär- und alternativmedizinischer Forschungsförderung gerichtet sein müssen, wenn europäische Forscher ihre führende Position behalten sollen und wir entsprechendes Wissen erhalten wollen. Darum lautet der Slogan von EURICAM: „CAM into FP7“ (komplementär- und alternativmedizinische Forschungen ins 7. Rahmenprogramm).

Die Initiative ruft darum die Öffentlichkeit dazu auf, dieses Ziel zu unterstützen und die jeweiligen politischen Vertreter und Organisationen anzusprechen.
Wir fordern unsere Politiker dazu auf, ein Forschungsprogramm ins Leben zu rufen, das sich mit jenen in Kanada und den Vereinigten Staaten vergleichen lässt.

Abgesehen von Gründen wissenschaftlicher Reputation ist es vor allem eine Frage der gesundheitspolitischen Verantwortung von Regierungen und Verwaltungen, Entscheidungen der Gesundheitsversorgung auf solider wissenschaftlicher Basis treffen zu können. Daher ist es erklärtes Ziel von EURICAM, europäische Verwaltungen dazu zu bewegen, komplementär- und alternativmedizinische Forschungen entsprechende Prioritäten innerhalb des kommenden 7. Rahmenprogramms sowie künftigen Programmen einzuräumen.